PECTED #2
D I E S U C H E nach dem Verborgenen, nach unvermuteten Schätzen lässt das
zum Gegenstand des gemeinsamen Hörens, Erlebens und Nachdenkens werden. Das »Unerwartete« im Bekannten, die kreativen Leerstellen im Routinebetrieb der klassischen Musik (neu) zu entdecken, lag dem Musikfest schon immer am Herzen. Auch diesmal wird in den Programmen nicht alles verraten, was während der Konzerte geschieht. Man darf gespannt sein …
S E I T 2 0 0 9 lädt das Musikfest Kassel regelmäßig dazu ein, Künstlerinnen und Künstler der internationalen Klassik-Szene nicht nur auf dem Podium, sondern auch aus nächster Nähe kennen zu lernen: In öffentlichen Proben und im persönlichen Gespräch am Ende des Abends. Es versammelt sich eine illustre Reihe von Solistinnen, Solisten und Ensembles, um das attraktive Palais Bellevue am Rande der Karlsaue für eine Woche zu einem Hotspot Klassischer Musik zu machen; mit Expeditionen in das klassisch-romantische Repertoire und stilistischen Grenzgängen ins zwanzigste und einundzwanzigste Jahrhundert.
Ihr Musikfestteam
Konzertverein Kassel
MUSIKFEST KASSEL – Kulturpreis der documenta-Stadt Kassel 2023
Samstag 20. Juni 2026 ∙ Palais Bellevue
19 Uhr ∙ Eröffnungskonzert
Marie-Elisabeth Hecker, Violoncello ∙ Martin Helmchen, Klavier
Ludwig van Beethoven
Variationen über ein Thema aus ›Judas Maccabäus‹ G-Dur
Mieczyslaw Weinberg
Sonate Nr. 2 für Violoncello und Klavier op. 63 g-Moll
Felix Mendelssohn Bartholdy
Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2 D-Dur op. 58
Marie-Elisabeth Hecker, *1987 in Zwickau, verheiratet mit Martin Helmchen. Klassische Cellistin. Konzerttätigkeit auf allen Kontinenten und zahlreiche CD-Aufnahmen. Zusammenarbeit mit vielen bedeutenden Dirigenten. Verschiedene Preise und Stipendien wie beispielsweise der Grand Prix Rostropovich und der Borletti-Buitoni Award. Initiatorin des Education-Projektes »Music Road Rwanda«. Professorin für Cello an der Musikhochschule »Carl Maria von Weber« Dresden.
Martin Helmchen, *1982 in Berlin, verheiratet mit Marie-Elisabeth Hecker. Klassischer Pianist. Konzerttätigkeit auf allen Kontinenten und zahlreiche CD-Aufnahmen. Verschiedene Preise und Stipendien wie der Prix Clara Haskil und der Credit Suisse Young Artist Award. Repertoire von Bach bis zum 21. Jahrhundert, Schwerpunkt in der Wiener Klassik und deutschen Romantik. Stilistische Prägung sowohl aus der historischen Aufführungspraxis als auch der russischen Klavierschule.
(Foto: Harald Hoffmann)
www.marieelisabethhecker.com
www.martin-helmchen.de
Sonntag 21. Juni 2026 ∙ Palais Bellevue
11 Uhr Öffentliche Probe
19 Uhr Konzert
Aris Quartett – Stephen Waarts, Violine
Noémi Zipperling, Violine ∙ Caspar Vinzens, Viola
Lucas Sieber, Violoncello

Joseph Haydn
Streichquartett f-Moll op. 55,2 »The Razor«

Ludwig van Beethoven
Streichquartett F-Dur op. 59,1 »Rasumowski«
Ausdrucksstark, dynamisch, beeindruckend: so beschreibt die Kritik das ARIS QUARTETT. 2009 in Frankfurt a. M. gegründet spielt es bis heute in unveränderter Besetzung: Anna Katharina Wildermuth (Violine), Noémi Zipperling (Violine), Caspar Vincens (Viola) und Lucas Sieber (Violoncello) gehören seitdem längst zur Top-Riege der Kammermusik. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Mit zahlreichen ersten Preisen bei renommierten Wettbewerben gelang schnell der internationale Durchbruch.
Das Ensemble wurde u. a. mit dem »ECHO Rising Stars« der European Concert Hall Organisation ausgezeichnet, zählt zu den »New Generation Artists« der BBC und erspielte sich beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München gleich fünf Preise. Beim Musikfest Kassel war das Ausnahme-Ensemble bereits mehrfach zu Gast, in diesem Jahr tritt es mit Stephen Waarts als Primarius in Vertretung von Katharina Wildermuth an. Das Aris Quartett hat mehrere viel beachtete Album-Produktionen vorgelegt, 2026 folgen weitere bei der Deutschen Grammophon.
Stephen Waarts (Foto: Maarten Kools)
(Foto: Michael Pogoda)
www.arisquartett.de
Stephen Waarts (*1996)
ist von niederländisch-amerikanischer Herkunft. Er studierte u. a. an der Kronberg Academy bei Michaela Martin und am Curtis Institute in Philadelphia bei Aaron Rosand. Seine natürlich geprägte wie gleichermaßen poetisch-musikalisch anmutende Instrumentalstimme machte ihn früh zum Publikumsfavoriten, rasch hinausgetragen zu einer weltweiten Anerkennung seiner überragenden Geigenkunst. Neben seinen zahlreichen Auftritten mit internationalen Orchestern liebt er insbesondere das Zusammenspiel mit renommierten Kammermusikpartnern, mit KünstlerInnen wie Marie-Elisabeth Hecker, Martin Helmchen, Tabea Zimmermann oder Daniel Müller-Schott.
Zur Zeit bekleidet er übergangsweise anstelle von Katharina Wildermuth im Aris Quartett die Position des Primarius.
www.stephenwaarts.com
Freitag 26. Juni 2026 ∙ Palais Bellevue
19 Uhr Konzert
Oberon Trio –
Henja Semmler, Violine
Antoaneta Emanuilova, Violoncello ∙
Jonathan Aner, Klavier
Frank Bridge
Klaviertrio Nr. 1 c-Moll »Phantasy Trio«

Felix Mendelssohn Bartholdy
Klaviertrio c-Moll op. 66
Das Oberon Trio gründete sich im Jahr 2006 und konzertiert u. a. in der Berliner Philharmonie, dem Wiener Konzerthaus, der Kölner Philharmonie, dem Konzerthaus Dortmund und der Philharmonie Essen.
»Das technisch souveräne Oberon Trio berührt mit unter die Haut gehender Intensität«, schwärmt das FonoForum, und das Gramophone Magazin: »It’s a scintillating performance from start to finish.« Sein Repertoire erstreckt sich von den Wegbereitern des Klaviertrios, CPE Bach und Joseph Haydn, bis zu Komponisten wie Jörg Widmann, Toshio Hosokawa und Charlotte Bray, deren Trios das Ensemble ersteingespielt hat.
Ein besonderes Anliegen des Oberon Trios ist es, mehr Nähe zwischen Publikum und Künstlern zu schaffen. Die Musiker gewähren den Zuhörern durch die Moderation von Konzerten und das Verfassen eigener Werkbeschreibungen Einblicke in den Prozess und den Hintergrund ihrer Interpretationen und Programmkonzeptionen.
Samstag 27. Juni 2026 ∙ Palais Bellevue
ab 17 Uhr Präsentation Videowettbewerb classic-clip
19 Uhr Konzert
Oberon Trio
Henja Semmler, Violine ∙
Antoaneta Emanuilova, Violoncello ∙ Jonathan Aner, Klavier
Morgenstern Trio
Stefan Hempel, Violine ∙ Emanuel Wehse, Violoncello · Catherine Klipfel, Klavier
Der Abend als ein großes
Publikum und Musiker:innen wählen das Programm
des Konzerts aus und stellen aus zwei Klaviertrios
neue Ensembles zusammen.
Morgenstern Trio & Oberon Trio mit einem Konzert, das als Gipfeltreffen zweier herausragender Klaviertrios konzipiert ist.
Mit einem außergewöhlichen Konzept: zwei mal drei Musiker stellen gemeinsam mit dem Publikum ein Konzertprogramm her, das – sozusagen auf Zuruf – anschließend erklingt.
Dabei werden die beiden Ensembles auch ihre jeweilige Besetzung ad hoc zusammenstellen.
Ein Abend intensiver Begegnung ex tempore …

Oberon Trio | Morgenstern Trio
Biographisches zu den Ensembles
siehe Programme am 26. und 28. Juni.
Sonntag 28. Juni 2026 ∙ Palais Bellevue
11 Uhr Öffentliche Probe
ab 17 Uhr Präsentation Videowettbewerb classic-clip
19 Uhr Konzert
Morgenstern Trio –
Stefan Hempel, Violine
Emanuel Wehse, Violoncello ·
Catharine Klipfel, Klavier
Gast: Simone von Rahden, Viola

Wolfgang A. Mozart
Klavierquartett Nr. 2 Es-Dur KV 493
Benjamin Britten
Introduction and Allegro for Piano Trio (1932)
Johannes Brahms
Klavierquartett c-Moll op. 60
Publikum und Presse feiern das Morgenstern Trio schon seit langem für seine enorme Souveränität und Ausstrahlung, ob nun auf großen Bühnen oder in kleinen Sälen. Es fasziniert immer wieder mit gereiften Interpretationen ebenso wie in der Ausarbeitung feinster Nuancen. Vor allem mit seiner unüberhörbaren Lust am gemeinsamen Ausdruck voller spannungsgeladener Intensität sowie in der stets spürbaren Neugier und Unmittelbarkeit an virtuoser Spielfreude, vermag es das Publikum mit beeindruckender Dichte, Wucht und dennoch analytischer Transparenz zu begeistern. Diese Facetten zu einer homogen ausgerichteten Klangwirkung zu bündeln, stellt ja eine der großen Herausforderungen im Klaviertrio-Spiel dar. So gelingt es Catherine Klipfel, Stefan Hempel und Emanuel Wehse darüber hinaus durch ihre neugierig-kreative Auseinandersetzung mit dem Repertoire sich überzeugend einem Ideal zu nähern – Kammermusik als Sternstunde in einem weiten Erlebnisraum der Begegnung von Publikum und Interpreten.
www.morgensterntrio.com
Morgenstern Trio
Die gebürtige Karlsruherin Simone von Rhaden erfreut sich an einer abwechslungsreichen Karriere als Kammermusikerin, Solistin, Orchestermusikerin und Lehrende. Ihr Violastudium absolvierte sie an der Musikhochschule Freiburg bei Prof. Wolfram Christ und an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin bei Prof. Tabea Zimmermann, wo sie 2011 das Konzertexamen mit Auszeichnung ablegte. Weitere Preise und Stipendien erhielt sie bei nationalen und internationalen Jugendwettbewerben, von der Kulturstiftung Baden-Württemberg, der Deutschen Stiftung Musikleben, und durch Claudio Abbado, der den ihm verliehenen Preis der Düsseldorfer Kythera Stiftung an junge Nachwuchsmusiker weitergab. Seit 2014 ist Simone von Rahden Lehrbeauftragte für Viola an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin und sie unterrichtet zusätzlich seit Oktober 2020 Bratsche, Orchesterstudien, Literaturkunde und Kammermusik an der hmt Hochschule für Musik und Theater Rostock.
Ragna Schirmer · Lars Vogt · Matthias Kirschnereit ∙ Konstantin Scherbakov ∙ Oliver Triendl · Christoph Berner · Christian Petersen ∙ Florian Noack ∙ Michael Kravtchin ∙ Natalia Ehwald ∙ Alexej Gorlatch ∙ Martin Helmchen
Mira Wang · Tatjana Masurenko ∙ Ingolf Turban ∙ Felicia Terpitz ∙ Pauline Sachse ∙ Fedor Rudin ∙ Stephen Waarts ∙ Simone von Rhaden ∙ Tobias Reiffland
Wolfram Geiss ∙ Emanuel Wehse ∙ Claudio Bohórquez ∙ Nico Treutler ∙ Marie-Elisabeth Hecker
Vogler Quartett · Klenke Quartett · Quatour Danel ∙ Quatuor sine nomine ∙ Minguet Quartett · Quatuor Diotima ∙ vision string quartet ∙ Delian Quartett ∙ Henschel Quartett ∙ Eliot Quartett ∙ Aris Quartett
Trio con Brio Copenhagen · Trio opus 8 ∙ Trio Déjà Vu ∙ Morgenstern Trio ∙ Amelio Trio ∙ Oberon Trio
Werner Güra · Salome Kammer · Klaus Mertens · Melanie Diener ∙ Benjamin Appl ∙ Traudl Schmaderer ∙ Ada Ferfecka ∙ André Schuen
Christian Brückner · Agnes Mann ∙ Marie Claire Ludwig ∙ Thomas Bockelmann ∙ Karl Gabriel von Karais · Jochem Wolff
Mithras-Oktett · Quintette Faust · Spohr-Ensemble Kassel ∙ Heinz Sauer, Saxofon & Michael Wollny, Klavier ∙ Puppentheater Halle ∙ Matthias Daneck, Percussion ∙ Yun Zeng, Horn ∙ Nicola Jürgensen, Klarinette
Konzertverein Kassel e. V.
Vorstand:
Walter Lehmann (Vorsitzender)
Emanuel Wehse (Schriftführer)
Petra Woodfull-Harris (Schatzmeisterin)
Künstlerischer Beirat
Jens Josef, Karl Gabriel von Karais,
Tamara Lehmann, Traudl Schmaderer
Adresse: Konzertverein Kassel e. V.
Am Gutshof 9
34270 Schauenburg - Hoof
www.konzertverein-kassel.de